Skip to Content

Die Berufungsklärung

Bernadette Soubirous temps de la reflexion1863 beginnt sie bei den Schwestern des Hospizes mit der Pflege der Kranken. Dies war eine entscheidende Erfahrung. Das, was sie unter anderem bei den Schwestern von Nevers schätzt, war deren Diskretion im Gegensatz zu anderen, die sie umwarben. Sie sagt später: „Ich gehe nach Nevers, weil man mich dort nicht geworben hat".

Am 27. September 1863 spricht Bernadette in Lourdes mit Bischof Forcade von Nevers über ihre Zukunft.

Während der folgenden Monate reift in ihr eine Berufung auf neuen Grundlagen. Am 4. April 1864 sagt Bernadette nach der Messe, die im Hospiz von Lourdes gefeiert wurde, zu ihrer Oberin, Schwester Alexandrine Roques: "Ich weiß jetzt, meine sehr geehrte Mutter, wo ich Ordensschwester werden möchte […]. Bei Ihnen, meine sehr geehrte Mutter."

Vom 4. Oktober bis 19. November 1864 war Bernadette auf Urlaub. Sie hatte noch keine Antwort auf ihren Antrag vom 4. April auf Aufnahme als Ordensschwester erhalten. In Nevers zögerte die Oberin Mutter Joséphine Imbert. Sie befürchtete, dass wenn man die Seherin aufnahm, durch ihre Berühmtheit Unruhe im Kloster entstehen könnte. Mutter Marie - Thérèse Vauzou, die Novizenmeisterin, war für die Aufnahme. Der Bischof unterstützte den Antrag, den er eingeleitet, angenommen und übermittelt hatte.

Am 19. November 1864 findet Bernadette, nachdem sie nach Lourdes zurückgekehrt ist, eine gute Nachricht vor: die Antwort ist Ja. Das Postulat konnte beginnen, aber Bernadette erleidet einen Rückfall von Anfang Dezember 1864 bis Ende des Monats Januar 1865. Ihre Genesung leidet unter dem Tod ihres jüngeren Bruders Justin.

Bernadette beginnt das Postulat im Februar 1865, und im April 1866 stellt sie ihren Antrag auf Aufnahme ins Noviziat.

Am 28. April 1866 verkündet Bernadette ihre Abreise nach Nevers.. Aber Bischof Laurence besteht darauf, dass sie bei der Einweihung der Krypta anwesend ist. Bernadette nimmt an der Zeremonie und an der ersten offiziellen Prozession teil. Bischof Laurence erlaubt schließlich ihre Abreise.

Am 3. Juli 1866 ist die ganze Familie in der Lacadé-Mühle, der neuen Bleibe der Familie, zum Abschiedsessen versammelt. Während acht Jahren ist in Lourdes Bernadettes Berufung gereift.