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Die Geheilten von Lourdes

Francis Pascal

Von den etwa 7000 Heilungen, die bis heute in Lourdes verzeichnet wurden, sind 69 Heilungen durch die Kirche als Wunder anerkannt worden.

KLEINE STATISTIK ZU DEN 69  GEHEILTEN

80% der durch ein Wunder geheilten Personen sind Frauen. Der jüngste Geheilte war 2 Jahre alt.

Das Herkunftsland: Von den 68 durch ein Wunder geheilten Personen sind 55 Franzosen, 8 Italiener, 3 Belgier, 1 Deutsche, 1 Österreicherin und 1 Schweizer.

Sechs Personen geben an, dass sie durch die Fürbitte Unserer Lieben Frau von Lourdes geheilt wurden, ohne nach Lourdes gekommen zu sein.
Die Mehrheit der Geheilten hatte Kontakt mit dem Wasser (50 Geheilte, davon wurden 40 in den Bädern geheilt).

1. Catherine LATAPIE aus Loubajac (France). Lähmung der rechten Hand für 18 Monate infolge Verrenkung des Oberarms und Zerrung des rechten Armplexus. Heilung am 1. März 1858 im Alter von 38 Jahren. Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.



2. Louis BOURIETTE aus Lourdes (France). Nach einer dramatischen Explosion auf einem Auge blind...   Geboren 1804. Heilung im März 1858 im Alter von 54 Jahren. Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.

3. Blaisette CAZENAVE aus Lourdes (France). Chronische Bindehaut- und  Lidentzündung mit Aufwärtskehrung der freien Augenlidränder (Blepharitis, Ektropium). Heilung im März 1858 im Alter von 50 Jahren. Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.

4. Henri BUSQUET aus Nay (France). Fistelartige Drüsenentzündung im Halsbereich seit 15 Monaten (Tuberkulosebedingt). Heilung Ende April 1858 in seinem 16. Lebensjahr. Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.

5. Justin BOUHORT aus Lourdes (France). Post-infektiöse Unterernährung mit retardierter motorischer Entwicklung. Heilung Anfang Juli 1858 im Alter von 2 Jahren. Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.

6. Madeleine RIZAN aus Nay (France). Linksseitige Lähmung seit 24 Jahren. Heilung am 17. Oktober 1858 im Alter von 58 Jahren. Am 18. Januar 1962 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.

7. Marie MOREAU aus Tartas (France). Starker Rückgang der Sehkraft durch eine Entzündung besonders im rechten Auge seit 10 Monaten. Heilung am 9. November 1858 im Alter von fast 17 Jahren. Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.

8. Pierre DE RUDDER aus Jabbeke (Belgien). Offene Fraktur des linken Wadenbeines mit Ausbleiben der knöchernen Überbrückung (Pseudo-Arthrose). Heilung am 7. April 1875 im Alter von 52 Jahren. Am 25. Juli 1908 durch Bischof Gustave Waffelaert von Bruges als Wunder anerkannt.

9. Joachime DEHANT aus Gesves (Belgien). Unterschenkelgeschwür mit ausgedehntem Gewebsbrand. Heilung am 13. September 1878 im Alter von 29 Jahren. Am 25. April 1908 durch Bischof Thomas Louis Heylen von Namur als Wunder anerkannt.

10. Elisa SEISSON aus Rognonas (France). Hypertrophie des Herzens, Ödem an den unteren Gliedmaßen. Heilung am 29. August 1882 im Alter von 27 Jahren. Am 12. Juli 1912 durch Erzbischof François Bonnefoy von Aix, Arles und Embrun als Wunder anerkannt.

11. Schwester Eugenia aus Bernay (France). Beckenabszess mit Blasen- und Darmfistel. Beidseitige Venenentzündung. Heilung am 21. August 1883 im Alter von 28 Jahren. Am 30. August 1908 durch Bischof Philippe Meunier von Evreux als Wunder anerkannt.

12. Schwester Julienne aus La Roque (France). Lungentuberkulose mit Kavernenbildung. Heilung am 1. September 1889 im Alter von 25 Jahren. Am 7. März 1912 durch Bischof Albert Nègre von Tulle als Wunder anerkannt.

13. Schwester Joséphine-Marie aus Goincourt (France).  Lungentuberkulose. Heilung am 21. August 1890 im Alter von 36 Jahren. Am 10. Oktober 1908 durch Bischof Marie Jena Douais von Beauvais als Wunder anerkannt.

14. Amélie CHAGNON aus Poitiers (France). Tuberkulöse Knochen- und Gelenkentzündung (Knie und Fuß). Heilung am 21. August 1891 im Alter von fast 17 Jahren, später Ordensfrau vom Heiligsten Herzen in der Nähe von Tournai (Belgien). Am 8. September 1910 durch Bischof Charles G. Walravens von Tournai als Wunder anerkannt.

15. Clémentine TROUVE aus Rouille (France).  Knochenhautentzündung des rechten Fußes mit Fisteln. Heilung am 21. August 1891 im Alter von 14 Jahren. Später wurde sie Schwester Anges-Marie. Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Amette von Paris als Wunder anerkannt.

16. Marie LEBRANCHU (später Frau Wuiplier) aus Paris (France). Lungentuberkulose. Heilung am 20. August 1892 im Alter von 35 Jahren. Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Amette von Paris als Wunder anerkannt.

17. Marie LEMARCHAND (später Frau Authier) aus Caen (France). Lungentuberkulose mit Gesichts- und Beingeschwüren. Heilung am 21. August 1892 im Alter von 18 Jahren. Die Heilungen von Marie Lebranchu und Marie Lemarchand werden oft miteinander in Verbindung gebracht, weil beide Kranke aus Paris mit der Nationalwallfahrt nach Lourdes gekommen waren und auf zwei aufeinanderfolgenden Tagen, am 20. und 21. August 1892 geheilt worden sind. Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Amette von Paris als Wunder anerkannt.

18. Elise LESAGE aus Bucquoy (France). Kniegelenktuberkulose. Heilung am 21. August 1892 im Alter von 18 Jahren. Am 4. Februar 1908 durch Bischof Alfred Williez von Arras als Wunder anerkannt.

19. Schwester Marie de la Présentation aus Lille (France). Chronische tuberkulöse Magen- und Darmentzündung. Heilung am 29. August 1892 im Alter von 46 Jahren. Am 15. August 1908 durch Weihbischof François Delamaire von Cambrai als Wunder anerkannt.

20. Abbé CIRETTE aus Beaumontel (France). Amyotrophische Lateralsklerose des Rückenmarks. Heilung am 31. August 1893 im Alter von 46 Jahren. Am 11. Februar 1907 durch Bischof Philippe Meunier von Evreux als Wunder anerkannt.

21. Aurélie HUPRELLE aus Saint-Martin-le-Noeud (France). Lungentuberkulose. Heilung am 21. August 1895 im Alter von 26 Jahren. Am 1. Mai 1908 durch Bischof Marie Jean Douais von Beauvais als Wunder anerkannt.

22. Esther BRACHMANN aus Paris (France). Tuberkulöse Bauchfellentzündung. Heilung in Lourdes am 21. August 1896 im Alter von 15 Jahren. Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Léon Amette von Paris als Wunder anerkannt.

23. Jeanne TULASNE aus Tours (France). Wirbelsäulentuberkulose mit Klumpfuß. Heilung am 8. September 1897 im Alter von 20 Jahren. Am 27. Oktober 1907 durch Erzbischof René François Renou von Tours als Wunder anerkannt.

24. Clémentine MALOT aus Gaudechart (France). Lungentuberkulose. Heilung am 21. August 1898 im Alter von 25 Jahren. Am 1. November 1908 durch Bischof Marie Jean Douais von Beauvais als Wunder anerkannt.

25. Rose FRANCOIS aus Paris (France). Lymphangitis mit Fisteln und Ödem am rechten Arm. Heilung am 20. August 1899 im Alter von 36 Jahren. Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Jean Amette von Paris als Wunder anerkannt.

26. Révèrend Pater SALVATOR aus Rouelle (France). Tuberkulöse Bauchfellentzündung. Heilung am 25. Juni 1900 in seinem 39. Lebensjahr. Am 1. Juli 1908 durch Erzbischof A. Dubourg von Rennes als Wunder anerkannt. 

27. Soeur Maximilien aus Marseille (France). Hydatidenzyste der Leber und Venenentzündung am linken Bein. Heilung am 20. Mai 1901 im Alter von 43 Jahren. Am 5. Februar 1908 von Kardinal Paulin Andrieu von Marseille als Wunder anerkannt.

28. Marie SAVOYE aus Cateau-Cambresis (France). Rheumatische Mitralklappenerkrankung. Heilung am 20. September 1901 im Alter von 24 Jahren. Am 15. August 1908 durch Weihbischof François Delamaire von Cambrai als Wunder anerkannt.

29. Johanna BEZENAC de Saint-Laurent-des-Bâtons (France). Kachexie und Lupus des Gesichts. Heilung am 8. August 1904 im Alter von 28 Jahren. Am 2. Juli 1908 durch Bischof Henri J. Bougoin von Périgueux als Wunder anerkannt.

30. Schwester Saint-Hilaire aus  Peyreleau (France). Darmkrebs. Heilung am 20. August 1904 im Alter von 39 Jahren. Am 10. Mai 1908 durch Bischof Charles de Ligonnes von Rodez als Wunder anerkannt.

31. Schwester Sainte-Béatrix aus Evreux (France). Kehlkopfenentzündung, wahrscheinlich tuberkulös bedingt. Heilung von der Tuberkulose am 31. August 1904 im Alter von 42 Jahren. Ein Jahr später erlangt sie ihre volle Sehkraft wieder. Beide Heilungen in den Bädern. Am 25. März 1908 durch Bischof Philippe Meunier von Evreux als Wunder anerkannt.

32. Marie-Thérèse NOBLET aus Avenay (France). Spondylitis lumbodorsalis. Heilung am 31. August 1905 im Alter von 15 Jahren. Am 11. Februar 1908 durch Kardinal Erzbischof Luçon von Reims als Wunder anerkannt.

33. Cécile DOUVILLE DE FRANSSU aus Tournai (Belgien). Tuberkulöse Bauchfellentzündung. Heilung am 21. September 1905 im Alter von 19 Jahren. Gestorben 1991 im Alter von 105 Jahren! Am 8. Dezember 1909 durch Bischof Charles Gibier von Versailles als Wunder anerkannt.

34. Antonia MOULIN aus Vienne (France). Knochenmarkentzündung mit Fisteln am rechten Oberschenkelknochen und Arthritis am Knie. Heilung am 10. August 1907 im Alter von 30 Jahren. Am 6. November 1911 durch Bischof Paul E. Henry von Grenoble als Wunder anerkannt. 

35. Marie BOREL aus Mende (France). Sechs Fäkalfisteln im Lenden- und Bauchbereich.Heilung am 21./22. August 1907 im Alter von 27 Jahren. Am 4. Juni 1911 durch Bischof Jacques Gely von Mende als Wunder anerkannt.

36. Virginie HAUDEBOURG aus Lons-le-Saulnier (France). Tuberkulöse Blasen- und Nierenentzündung. Heilung am 17. Mai 1908 im Alter von 22 Jahren. Am 25. November 1912 durch Bischof François A. Mallet von Saint-Claude als Wunder anerkannt.

37. Marie BIRE aus Sainte-Gemme-la-Plaine (France). Blindheit zerebralen Ursprungs, bilaterale optische Atrophie. Heilung am 5. August 1908 im Alter von 41 Jahren. Am 30. Juli 1910 durch Bischof Clovis Joseph Catteau von Luçon als Wunder anerkannt.

38. Aimée ALLOPE aus Vern (France). Multiple tuberkulöse Abszesse mit Fisteln an der vorderen Bauchwand. Heilung am 28. Mai 1909 im Alter von 37 Jahren. Am 5. August 1910 durch Bischof Joseph Rumeau von Angers als Wunder anerkannt.

39. Juliette ORION aus Saint-Hilaire-de-Voust (France). Kehlkopf und Lungentuberkulose, linksseitige eitrige Mastoiditis.Heilung am 22. Juli 1910 im Alter von 24 Jahren. Am 18. Oktober 1913 durch Bischof Clovis Joseph Catteau von Luçon als Wunder anerkannt.

40. Marie FABRE aus Montredon (France). Chronische Darmentzündung, Gebärmuttervorfall. Heilung am 26. September 1911 im Alter von 32 Jahren. Am 8. September 1912 durch Bischof Pierre Cezerac von Cahors als Wunder anerkannt.

41. Henriette BRESSOLLES aus Nice (France). Pottsche Krankheit. Paraplegie. Heilung am 3. Juli 1924 im Alter von 28 Jahren. Am 4. Juni 1957 durch Erzbischof Paul Rémond von Nizza als Wunder anerkannt.

42. Lydia BROSSE aus Saint-Raphaël (France). Multiple tuberkulöse Fisteln. Heilung am 11. Oktober 1930 im Alter von 41 Jahren. Gestorben 1984 im Alter von 95 Jahren. Am 5. August 1958 durch Bischof Jean Guyot von Coutances als Wunder anerkannt.

43. Schwester Marie-Marguerite aus Rennes (France). Abszess an der linken Niere mit Ödem und Herzkrisen. Heilung am 22. Januar 1937 im Alter von 64 Jahren. Am 20. Mai 1946 durch Kardinal Erzbischof Clément Roques von Rennes als Wunder anerkannt.

44. Louise JAMAIN aus Paris (France). Lungen-, Darm- und Bauchfelltuberkulose. Heilung am 1. April 1937 im Alter von 22 Jahren. Am 14. Dezember 1951 durch Erzbischof Maurice Feltin von Paris als Wunder anerkannt.

45. Francis PASCAL aus Beaucaire (France). Blindheit, Lähmung der unteren Gliedmaßen. Heilung am 31. August 1938 im Alter von 3 Jahren und 10 Monaten. Am 31. Mai 1949 durch Erzbischof Ch. de Provenchères von Aix-en-Provence als Wunder anerkannt.

46. Gabrielle CLAUZEL aus Oran (Algerien). Spondylitis deformans. Heilung zu Hause am 15. August 1943 im Alter von 49 Jahren. Gestorben 1982. Am 18. März 1948 durch Bischof Bertrand Lacaste von Oran als Wunder anerkannt.

47. Yvonne FOURNIER aus Limoges (France). Extensiv-progressives posttraumatisches Syndrom am linken Oberarm (Leriche-Syndrom). Heilung am 19. August 1945 im Alter von 22 Jahren. Am 14. November 1959 von Kardinal Erzbischof Feltin von Paris als Wunder anerkannt.

48. Rose MARTIN aus Nice (France). Gebärmutterhalskrebs. Heilung am 3. Juli 1947 im Alter von 46 Jahren. Am 5. Mai 1949 durch Erzbischof Rémond von Nizza als Wunder anerkannt.

49. Jeanne GESTAS aus Bègles (France). Verdauungsstörungen mit postoperativen obstruktiven Episoden. Heilung am 22. August 1947 im Alter von 50 Jahren. Gestorben im April 1981 im 85. Lebensjahr. Am 13. Juli 1952 durch Erzbischof Paul Richaud von Bordeaux als Wunder anerkannt.

50. Marie-Thérèse CANIN aus Marseille (France). Wirbel- und Bauchfelltuberkulose mit Fisteln. Heilung am 9. Oktober 1947 im Alter von 37 Jahren. Am 6. Juni 1952 durch Erzbischof Jean Delay von Marseille als Wunder anerkannt.

51. Maddalena CARINI aus San Remo (Italien). Bauchfell-, Lungen – und Rückgrattuberkulose. Heilung am 15. August 1948 im Alter von 31 Jahren. Am 2. Juni 1960 durch Kardinal Erzbischof G. B. Montini von Mailand als Wunder anerkannt.

52. Jeanne FRETEL aus Rennes (France). Bauchfelltuberkulose. Heilung am 8. Oktober 1948 im Alter von 34 Jahren. Am 20. Oktober 1950 durch den Kardinal Erzbischof Roques von Rennes als Wunder anerkannt

53. Théa ANGELE aus Tettnang (Deutschland). Multiple Sklerose, seit 6 Jahren. Heilung am 20. Mai 1950 im Alter von 29 Jahren. Am 28. Juni 1961 durch Bischof Pierre-Marie Théas von Tarbes und Lourdes als Wunder anerkannt. (Zu diesem Zeitpunkt war die Geheilte Ordensschwester in Lourdes unter dem Namen Soeur Marie-Mercédes) Gestorben am 10.05.2004

54. Evasio GANORA aus Casale (Italien). Hodgkin’sche Krankheit. Heilung am 2. Juni 1950 im Alter von 37 Jahren. Am 31. Mai 1955 durch Bischof G. Angrisani von Casale-Monferrato als Wunder anerkannt.

55. Edeltraud FULDA aus Wien (Österreich). Addison’sche Krankheit. Heilung am 12. August 1950 im Alter von 34 Jahren. Gestorben 2003. Am 18. Mai 1955 von Kardinal Erzbischof Innitzer von Wien als Wunder anerkannt.

56. Paul PELLEGRIN aus Toulon (France). Postoperative Fistel infolge eines Leberabszesses. Heilung am 3. Oktober 1950 im Alter von 52 Jahren. Am 8. Dezember 1953 durch Bischof Auguste Gaudel von Fréjus als Wunder anerkannt.

57. Bruder Léo SCHWAGER aus Fribourg (Schweiz). Multiple Sklerose (5 Jahre). Heilung am 30. April 1952 im Alter von 28 Jahren. Am 18. Dezember 1960 durch Bischof François Charrière von Lausanne, Genf und Fribourg als Wunder anerkannt.

58. Alice COUTEAULT aus Bouille-Loretz (France). Multiple Sklerose (3 Jahre). Heilung am 15. Mai 1952 in ihrem 35. Lebensjahr. Am 16. Juli 1956 durch Weihbischof Henri Vion von Poitiers als Wunder anerkannt.

59. Marie BIGOT aus La Richardais (France). Arachnoiditis (Blindheit, Taubheit, halbseitige Lähmung). Heilung am 8. Oktober 1953 und zwischen dem 8. und 10. Oktober 1954, im Alter von 31 und 32 Jahren. Am 15. August 1956 durch den Kardinal Erzbischof Clément Roques von Rennes als Wunder anerkannt. 

60. Ginette NOUVEL aus Carmaux (France). Budd-Chiari-Syndrom (Verschluss der Lebervenen). Heilung am 21. September 1954 in ihrem 27. Lebensjahr. Am 31. Mai 1963 von Erzbischof Claude Dupuy von Albi als Wunder anerkannt.

61. Elisa ALOI aus Patti (Italien). Tuberkulöse Osteoarthritis mit mehreren Fisteln an den rechten unteren Gliedmaßen. Heilung am 5. Juni 1958 im Alter von 27 Jahren. Am 26. Mai 1965 durch Erzbischof Francesco Fasola von Messine als Wunder anerkannt.

62. Juliette TAMBURINI aus Marseille (France). Osteoperiostitis des Oberschenkels mit Fisteln, Nasenbluten seit 10 Jahren. Heilung am 17. Juli 1959 im Alter von 22 Jahren. Am 11. Mai 1965 durch Erzbischof Marc Lallier von Marseille als Wunder anerkannt.

63. Vittorio MICHELI aus Scurelle (Italien). Ein Gebirgsjäger mit einem beängstigenden Krebs Geboren am 6. Februar 1940. Heilung am 1. Juni 1963 im Alter von 23 Jahren. Am 26. Mai 1976 durch Bischof Alessandro Gottardi von Trento als Wunder anerkannt.

Ein Gebirgsjäger mit einem beängstigenden Krebs
Wer käme auf den Gedanken, dass der Krankenträger Vittorio Micheli die 63. Person ist, die in Lourdes durch ein Wunder geheilt wurde – er, der so zurückhaltend und so oft in Lourdes ist, um den Kranken zu dienen? 1962 wird der junge Gebirgsjäger Micheli ins Krankenhaus von Verona (Italien) eingeliefert. Er hat schreckliche Schmerzen an einer Hüfte. Die Diagnose kommt wie ein Fallbeil: Die Ursache der Schmerzen ist ein beängstigender Krebstumor. Als Vittorio 1963 nach Lourdes kommt, ist sein Gesundheitszustand schwer angeschlagen. Bei seiner Wallfahrt geschieht nichts Bemerkenswertes, außer dass er im Wasser von Lourdes gebadet wird. Nach seiner Rückkehr wird er wieder ins Militärkrankenhaus eingeliefert. Dort werden Röntgenaufnahmen gemacht und auf unerklärliche Weise falsch gedeutet. Erst sechs Monate später stellt man sich wegen des ausgezeichneten Allgemeinzustandes Vittorios Fragen... Die Untersuchungen zeigen einen Wiederaufbau der Knochen, dessen erste Zeichen über 5 Monate zurückreichen. Die Schmerzen sind verschwunden und er kann wieder gehen. Vittorio ist geheilt.

64. Serge PERRIN aus Lion d'Angers (France). Er ist hergekommen, um seiner Frau einen Gefallen zu tun!  Geboren am 13. Februar 1929. Heilung am 1. Mai 1970 im Alter von 41 Jahren. Am 17. Juni 1978 durch Bischof Jean Orchampt von Angers als Wunder anerkannt.

Er ist hergekommen, um seiner Frau einen Gefallen zu tun!
Im Dezember 1968 wird Serge plötzlich von einer halbseitigen Lähmung befallen. Nach zahlreichen Untersuchungen wird eine Thrombose in der Halsschlagader diagnostiziert. Daraufhin kehrt er nach Hause zurück, wo er nur dem Fortschreiten der Lähmung zusehen kann. In seiner Verzweiflung reist er 1969 nach Lourdes. Er kommt im selben besorgniserregenden Zustand zurück: Sehstörungen; Gedächtnisausfälle, körperliche Schwäche. Er ist voller Auflehnung wegen seiner schwindenden Kräfte. Im folgenden Jahr ist er ohne viel Hoffnung bereit, an der Wallfahrt von Angers teilzunehmen. Nach einem überaus mühseligen Anfang kommt der letzte Tag. Morgens steht die Krankensalbung auf dem Programm. Dabei spürt er ungewöhnliche Empfindungen. Am Nachmittag entdeckt er, dass er ohne seine Krücken besser gehen kann und ohne seine Brille besser sieht! Er verlässt Lourdes mit der Gewissheit, geheilt zu sein. Das wird später von den Ärzten bestätigt.

65. Delizia CIROLLI aus Paternò (Italien). Gebet statt Amputation Geboren am 17. November 1964. Heilung um Weihnachten 1976. Am 28. Juni 1989 durch Bischof Luigi Bonmarito von Catania als Wunder anerkannt.

Gebet statt Amputation
Delizia Cirolli ist heute Familienmutter und Krankenschwester. Diese doppelte Berufung ist als Geschenk und wider alles Erwarten in ihr Leben eingetreten. Denn im März 1976 nahm das Leben des kleinen, 11-jährigen Mädchens aus Sizilien zunächst eine dramatische Wendung. Sie kann kaum mehr gehen, weil sie große Schmerzen im Knie hat. Der Spezialist, den sie aufsucht, erklärt ihr, dass das Bein amputiert werden müsse, weil sonst der Tumor, von dem sie befallen ist, ihren Tod herbeiführen könnte. Die Eltern lehnen diese Amputation ab und alle, die die kleine Delizia kennen, beginnen für ihre Heilung zu beten. Sie sammeln auch Geld, damit sie eine Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von Lourdes unternehmen kann, die von den Sizilianern besonders verehrt wird. Im Sommer 1976 kann Delizia mit ihrer Mutter nach Lourdes fahren. Sie kommt erschöpft ohne wirkliche Veränderung zurück. Kurz vor Weihnachten 1976 hat sich ihr Zustand verschlimmert und ihre Umgebung fühlt den Tod nahen. Da tritt die Heilung vollkommen unvorhergesehen ein. Sehr schnell lebt das junge Mädchen wieder auf, isst, geht umher und kehrt in die Schule zurück. Heute heißt sie Frau Costa und ist Mutter von drei Kindern.

66. Jean-Pierre BELY aus La Couronne (France). „Steh auf und geh!“ Geboren am 9. Oktober 1936. Geheilt am 9. Oktober 1987. Am 9. Februar 1999 durch Bischof Dagens von Angoulême als Wunder anerkannt.

Nach der Krankensalbung empfindet er einen tiefen inneren Frieden
Die Familie Bély führt ein friedliches Leben in ihrem Haus in einem Vorort von Angoulême. Jean-Pierre ist mit Geneviève verheiratet, Vater von zwei Kindern und arbeitet als Krankenpfleger im Krankenhaus, bis 1972 die ersten Symptome von Multipler Sklerose auftreten. Der Zustand von Jean-Pierre verschlechtert sich von Jahr zu Jahr, so dass er bald als „endgültig 100% invalide mit Anspruch auf Pflege durch Dritte“ erklärt wird. Im Oktober 1987 ist er bettlägerig geworden und fährt mit der Rosenkranzwallfahrt nach Lourdes. Nach der Krankensalbung am dritten Tag empfindet er einen tiefen inneren Frieden. Dann kehrt unvermittelt der Tastsinn zurück und er kann sich wieder bewegen. Zunächst wagt er nicht aufzustehen... In der folgenden Nacht hört er eine innere Stimme, die mehrmals wiederholt: „Steh auf und geh!“ Das tut Jean-Pierre Bély dann. Seither ist er vollkommen gesund, ohne dass die Krankenkasse ihre ursprüngliche Erklärung aufgehoben hätte, bis er wegen einer anderen Krankheit im Alter von 69 Jahren stirbt.

67. Anna SANTANIELLO aus Salerne (Italien). Nach über 50 Jahren anerkannt Geboren 1912. Geheilt am 19.8.1952. Am 9.11.2005 durch Erzbischof Pierro von Salerno als Wunder anerkannt.

Hinein auf einer Tragbahre, heraus auf eigenen Beinen!
Wegen eines schweren Herzleidens aufgrund eines starken Gelenkrheumatismus litt sie an Erschöpfung und einem Beinödem. Da sie kaum gehen konnte, wurde sie am 19. August 1952 auf einer Tragbahre zu den Bädern von Lourdes gebracht, die sie nach dem Bad aus eigener Kraft wieder verließ. Am nächsten Tag stellten die anwesenden Ärzte das Verschwinden der Symptome des Herzleidens und die spontane Heilung der Kranken fest. Trotz der positiven Ergebnisse des CMIL hatte die Krankenakte die kanonische Kommission der Diözese Salerno wegen unterschiedlicher Diagnosen italienischer Ärzte, die die Kranke betreuten, ein Jahrzehnt nach dem Ereignis noch nicht überzeugt. Die Heilung erfüllte aber die geltenden Kriterien für die Anerkennung als Wunder, weil es für diese bekannte organische Erkrankung keine Behandlung gab, die die spontane Wiederherstellung der Gesundheit ohne Genesungszeit hätte erklären können. Anna Santaniello sagte später, dass sie in Lourdes an der Grotte nicht für sich selbst gebetet hatte, sondern für Nicolino, einen Zwanzigjährigen, der nach einem Unfall seine Beine nicht mehr bewegen konnte. Sie blieb ehelos und pflegte nach ihrer Rückkehr nach Italien als Kinderschwester Hunderte von Kindern in Not. Sie starb im Dezember 2006.

68. Schwester Luigina TRAVERSO aus Novi Ligure (Italien). Geboren 1934. Geheilt am 23.7.1965. Am 11.10.2012 durch Catella von Casale Monferrato als Wunder anerkannt.

Beim Näherkommen des Allerheiligsten Sakraments geheilt
Schwester Luigina Traverso wurde am 22. August 1934 in Novi Ligure (Piemont) in Italien geboren, am Gedenktag Maria Königin. Sie war noch keine 30 Jahre alt, als die ersten Symptome einer Lähmung des linken Beines auftraten. Mehrere Operationen an der Wirbelsäule blieben erfolglos. Anfang der sechziger Jahre bat die Ordensschwester, die ans Bett gefesselt war, die Oberin ihrer Gemeinschaft um die Erlaubnis, an einer Wallfahrt nach Lourdes teilnehmen zu dürfen. So kam sie im Juli 1965 nach Lourdes. Als sie am 23. Juli auf einer Tragbahre an einer Eucharistiefeier teilnahm, spürte sie beim näher Kommen des Allerheiligsten Sakramentes eine große Hitze und ein großes Wohlsein, was sie dazu bewegte, aufzustehen. Der Schmerz war verschwunden und sie konnte den Fuß wieder bewegen. Nach einem ersten Zeugnis im Büro der medizinischen Feststellungen kehrte Schwester Luigina im folgenden Jahr dorthin zurück. Es wurde entschieden, ein Dossier zu eröffnen. Drei Sitzungen des Büros der medizinischen Feststellungen (1966, 1984 und 2010) und neue medizinische Prüfungen waren notwendig, bevor die Heilung der Ordensschwester bestätigt wurde. Am 19. November 2011 bestätigte in Paris das CMIL (Comité Médical International de Lourdes) den unerklärlichen Charakter nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Wissenschaft. Am 11. Oktober 2012 hat Bischof Alceste Catella von Casale-Monferrato im Namen der Kirche die unerklärliche Heilung von Schwester Luigina als Wunder anerkannt.

69. Danila CASTELLI aus Bereguardo (Italien). Gravierende und sich wiederholende Bluthochdruckattacken. Geheilt mit 43 Jahren am 4.5.1989. Diözese und Datum der Anerkennung: Pavia (Italien) am 20.6.2013

Nach dem Eintauchen in den Bädern ein außergewöhnliches Wohlbefinden
Geboren am 16. Januar 1946, führte die Ehefrau und Mutter Danila Castelli bis zum Alter von 34 Jahren ein normales Leben, bis sie unter spontan auftretenden gravierenden Bluthochdruckattacken zu leiden begann. Im Jahre 1982 wird bei Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen eine Gebärmuttergeschwulst diagnostiziert. Danila werden darauf hin Gebärmutter und Eierstöcke entfernt. Im November 1982 wird ihr ein Teil der Bauchspeicheldrüse entfernt. Im darauf folgenden Jahr wird bei einer Szintigrafie ein Phäochromozytom (Tumor, der Katecholamine produziert) im Bereich des Rektums, der Blase und der Vagina diagnostiziert. Bis 1988 wurden ohne Erfolg mehrere Operationen durchgeführt in der Hoffnung, die Ursachen der Bluthochdruckattacken zu beseitigen. Nachdem Danila im Mai 1989 bei einer Wallfahrt in Lourdes in den Bädern der Wallfahrtsstätte eingetaucht wurde, empfindet sie ein außergewöhnliches Wohlbefinden. Bald darauf teilt sie ihre plötzliche Heilung im Büro der medizinischen Feststellungen von Lourdes mit.
 
Nach fünf Sitzungen (1989 1992,1994,1997 und 2010) stellt das Büro die Heilung durch eine formelle und einstimmige Abstimmung fest: „Frau Castelli ist seit ihrer Wallfahrt in Lourdes vor 21 Jahren im Jahre 1989 unabhängig von den Operationen und den Behandlungen vollständig und dauerhaft vom Syndrom, unter dem sie litt, geheilt.“

Danila Castelli führt seitdem wieder ein ganz normales Leben. Das CMIL (Comité Médical International de Lourdes) hat in seiner Sitzung vom 19. November 2011 in Paris bestätigt „dass die Art ihrer Heilung beim derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Kenntnisse unerklärt bleibt“.  Am 20. Juni 2013 erklärte Bischof Giovanni Giudici von Pavia (Italien), der Diözese, in der Danila Castelli wohnt, den „außergewöhnlich-wunderbaren“ Charakter und den Wert des „Zeichens“ dieser Heilung. Es ist die 69. von einem Bischof anerkannte Wunderheilung von Lourdes.

Buch über die Wunderheilungen