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Internationales medizinisches Komitee von Lourdes

Lourdes réunion CMIL Das internationale medizinische Komitee von Lourdes (C.M.I.L.) setzt sich aus Ärzten und Professoren zusammen, die die Akten der Heilungen untersuchen, die im Büro der medizinischen Bestandsaufnahmen der Wallfahrtsstätte Lourdes gemeldet wurden. Das internationale medizinische Komitee von Lourdes besteht aus etwa zwanzig Mitgliedern, alle ausgezeichnet in ihren jeweiligen Fachrichtungen, die die Akten der Heilungen untersuchen, die im medizinischen Büro gemeldet wurden. Die Mitglieder des C.M.I.L. handeln gemäß der wissenschaftlichen Forderung, die Professor Jean Bernard formuliert: "Was nicht wissenschaftlich ist, ist nicht ethisch". Selbst Glaubende, vermischen sie jedoch nicht in ihren Debatten Wissenschaft und Glaube. Die Mitglieder des CMIL erinnern daran, dass sie kein "Wunder" erklären. Das ist Angelenheit des Bischofs der Diözese, in der die Heilung registriert wird. Es ist also die Kirche, die Wunder anerkennt.

Die Urteile und Ansichten des CMIL werden im 21. Jahrhundert infolge der wirksamen therapeutischen Fortschritte und Heilungsmöglichkeiten komplexer.
Es gibt keine schwere Krankheit, die heute nicht behandelt wird (ein Krebs durch die Chemotherapie). Folglich werden die Mitglieder des C.M.I.L. oft mit der Frage konfrontiert: Ist eine Heilung, die in Lourdes erklärt wurde, die Folge einer Therapie oder einer übernatürlichen Intervention? Die Mitglieder des C.M.I.L. streiten sich nicht darüber, ob eine Heilung „außergewöhnlich, unerwartet oder unerklärlich nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft" bezeichnet werden soll. Sie stützen sich auf eine vollständige medizinische Akte, die den Zustand vor und nach einer Heilung berücksichtigt, und wo eine Heilung statistisch extrem unwahrscheinlich ist.

Die Mitglieder des Komitees ignorieren nicht psychosomatische Ursachen bei der Entstehung sowie bei der Heilung von Krankheiten..
Dennoch beschäftigen sie sich auch mit Heilungen, die bei ihren Ursachen einen psychosomatischen Faktor einschließen. Sie ignorieren auch nicht, dass spontane Heilungen möglich sind, wie die internationale medizinische Literatur bezeugt.

Das internationale medizinische Komitee von Lourdes besteht seit 1947.
Im Jahre 1954 veranlasste Bischof Théas von Tarbes und Lourdes, dass es international wird.

Das Komitee wird heute gemeinsam geleitet vom Bischof von Tarbes und Lourdes und einem der Mitglieder, der vom Bischof für ein Mandat von bestimmter Dauer ernannt wird, das verlängert werden kann.
Der Arzt der Wallfahrtsstätte Lourdes ist zuständig für das Sekretariat des Komitees. Das Komitee entscheidet über einen Fall aufgrund der Akte. Ein oder mehrere Mitglieder werden beauftragt, diese gründlich zu untersuchen. Dabei informieren sie sich über die weltweit veröffentliche medizinische Literatur zu dem Thema. Die mit der Akte beauftragten Personen können Kollegen außerhalb des Komitees befragen. Gewöhnlich wird die geheilte Person nicht selbst einberufen.

Das Komitee tritt einmal pro Jahr im Herbst zusammen... Es untersucht die laufenden Akten. Wenn alle Elemente zusammen sind (was lange dauern kann), erklärt das Komitee durch Abstimmung, ob diese Heilung nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft unerklärlich ist. Eine Zweidrittelmehrheit ist erforderlich.